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Gründung
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| Der Bonner Apotheker Dr. Ludwig Clamor Marquart gründete 1846 ein Utensiliengeschäft, in das der ebenfalls 1846 geborene Carl Gerhardt als Lehrling eintrat und es 1872 von seinem Lehrmeister erwerben konnte. Er führte es zunächst als "Marquart's Lager chemischer Utensilien" mit dem Zusatz "C. Gerhardt" weiter. Der aufstrebende Unternehmer errichtete in der Bornheimer Straße in mehreren Bauabschnitten sein Wohnhaus mit angeschlossenen Betriebsgebäuden. Carl Gerhardt starb 1907. Nach seinem frühen Tod erfolgte die Umfirmierung in "C. Gerhardt Fabrik & Lager chemischer Apparate" und damit verbunden der Aufbau weltweiter Verbindungen durch seinen Sohn Dr. Walter Gerhardt. 1960 ging das Unternehmen auf seinen Neffen Dr. Wolfgang Macke über, der bis 1974 alleiniger Eigentümer war. Bereits 1975 starb er und übertrug die Verantwortung auf seinen Sohn Dr. Til Macke. Dieser erwarb 2002 eine große wie für das Unternehmen geschaffene Gewerbeimmobilie in Königswinter-Oberdollendorf, wohin Mitte 2003 der Umzug erfolgte. So ist eine solide Basis geschaffen, dass auch die fünfte Generation mit Jan und Tom Macke das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen können. |
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Gerhardt und Kjeldahl
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| Bereits 1884, nur ein Jahr nach der Aufsehen erregenden Präsentation seines neuen analytischen Verfahrens zur Stickstoffbestimmung in organischen Substanzen durch den dänischen Chemiker J. Kjeldahl brachte Gerhardt die ersten Aufschluss- und Destilliergeräte nach Kjeldahl auf den Markt, eine Produktreihe, die heute nach 120 Jahren aktueller denn je ist. |
Gerhardt und August Macke
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| August Macke (1887 - 1914) ist einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Er wuchs in Bonn auf und heiratete 1909 Carl Gerhardts Tochter Elisabeth. Mit ihren beiden Söhnen Walter und Wolfgang lebte die Familie von 1910 bis 1914 im Eckhaus des ehemaligen Firmengrundstücks (heute August Macke Haus). Viele bedeutende Gemälde und zahlreiche Zeichnungen zeigen Motive rund um das Firmenareal wie das 1911 entstandene Gemälde "Unser Garten mit blühenden Rabatten", auf dem der vordere Teil des Firmengebäudes in Bonn dargestellt ist. |
Handel
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| Die ersten Anfänge des Unternehmens waren der Handel mit Utensilien verschiedenster Art für die Laboratorien der Apotheker. Mit zunehmender Industrialisierung wuchs das Angebot und gipfelte im großen dreisprachigen Katalog von 1914 mit rund 10.000 Artikeln (14. Auflage). Der Handel mit Laborgeräten war ein solides Standbein des Unternehmens. Erst 1976 wurde die Handelsabteilung verkauft und fortan der Schwerpunkt auf die eigene Fertigung gelegt. |
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Fertigung
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| Mit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gewann die Entwicklung und Produktion eigener Geräte immer mehr an Bedeutung. In enger Zusammenarbeit mit der Bonner Universität, anderen Wissenschaftlern und umliegenden Industrielabors wurden immer wieder neue Geräte entwickelt. Einige waren kurzlebig, andere wie die kleinen Standardheizer richtige Renner. Heiz- und Schüttelgeräte waren Jahrzehnte lang der Schwerpunkt der Produktion. Heute hingegen liegt er bei hochwertigen Systemen für die Nahrungs- und Futtermitteluntersuchung. |
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GLOSSAR
CARL GERHARDT
Geb. 1846; Lehrling von L.C. Marquardt, der das Geschäft seines Lehrmeisters 1872 übernahm.
KJELDAHLKOLBEN
Spezielle Rundkolben mit Halserweiterung für die Stickstoff-Bestimmung nach Kjeldahl.
KÖNIGSWINTER
Beliebter Touristenort am Fuße des Siebengebirges und Sitz der C. Gerhardt GmbH & Co. KG.
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© 2008-2010 C. Gerhardt GmbH & Co. KG
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